| My blue Corner
Ballads
|
|||||||||
|
My blue Corner Ballads - so habe ich das Konzept genannt, mit
dem ich die nächsten 4-5 Jahre auftreten will. Der Ausdruck findet sich in
einem Artikel von Gene Lees in dem Buch „The Singer and the Song" und
umschreibt die Stimmung vieler Songs des Standardjazzrepertoires. Diese
Songs, die von „schwarzer" Blues-Musik geprägt sind und von „blauen"
Gefühlen erzählen: Vom Gefühl des Verlustes und der Verzweiflung, weil die
geliebte Person nicht mehr da ist, oder vom Gefühl der Einsamkeit, weil man
spürt, dass man irgendwie von der Gemeinschaft ausgeschlossen ist.
Vielleicht hat man die falsche Hautfarbe oder Religion oder es ist wegen der
Körpergröße, des Geschlechts …
Aber durch das Hören, Erleben und oder auch das eigene Singen entsteht ein bisschen Hoffnung, ein Licht am Ende des Tunnels. Man beginnt, die Dinge in einer anderen Perspektive zu sehen und schöpft neuen Mut, um weiter zu kommen.
|
Blue Corner ist aber auch mein
Phantasie-Café. Das Lieblingscafé oder die Kneipe um die Ecke, wo sich die
Mensche aus der Umgebung zu einer Tasse Kaffee oder einem Bierchen nach
Feierabend treffen, um über den Bürgermeister und seine letzten Fehler zu
diskutieren, den neuesten Klatsch über Annie und ihren neuen Freund zu hören,
du weißt schon, die hübsche Tochter vom Gemüsehändler.
Blue Corner ist überall: In Sydney, Schleswig oder
Sønderborg. Dort geht es exotisch, aber auch ganz normal zu. Es gibt eins
gerade die Straße hinunter, aber ich bin mit den Jahren in vielen
Blue-Corner-Cafés aufgetreten, jedes individuell gestaltet und besonders.
Dort machen Musiker das, was sie am besten können: lebendig und mit der
Sprache der Musik Geschichten erzählen.
|
||||||||